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Abbildung 6: VST der University of North Carolina auf Basis des Sony Glasstron -
HMD [5].
2.3 Virtual Retinal Display
Die Technologie der Virtual Retinal Displays (VRD) unterscheidet sich dagegen we-
sentlich von der anderer Head-Mounted-Display-Technologien. Anders als bei VST
und OST werden bei einem VRD die Bilder nicht mit CRT- oder TFT-Bildschirmen
erzeugt, sondern mittels eines schwachen Laserstrahls, der das Bild direkt zeilenwei-
se auf die Retina (=Netzhaut) schreibt. Diese Technologie wurde von Dr. Thomas
A. Furness III. am Human Interface Technology Laboratory der Universität von
Washington entwickelt.
Das Blockschaltbild in Abbildung 7 aus einer Dissertation von 1998 erklärt die
Funktionsweise. Der Laser strahlt entsprechend der gewünschten Helligkeit mo-
duliertes Licht in eine Glasfaserleitung, die es auf den Spiegel des Mechanischen
Resonanz Scanners (MRS) führt. Dieser ist das Herzstück des Systems und misst
ca. 2 cm x 1 cm x 1 cm. Der Spiegel ist an pulsierende magnetische Felder gekoppelt,
die durch Spulen in der Aufhängung des Spiegels erzeugt werden, und schwingt si-
nusförmig mit 15 KHz. Er überstreicht einen Winkel von 12 und bewegt das Licht
in der Vertikalen. Anschließend wird der Strahl auf ein Spiegel-Galvanometer (s. [6])
oder ein zweites MRS gelenkt, das die Auslenkung in der Horizontalen übernimmt
(in der Zeichnung als Horizontal Scanner bezeichnet). Anschließend wird das Licht
auf die Retina projiziert, nachdem es je nach Anwendung noch durch einen optischen
Kombinierer oder einen halbdurchlässigen Spiegel geschickt wurde, um die projizier-
ten Bilder der realen Welt zu überlagern [7]. Im neuesten Modell geschieht die Aus-
lenkung durch zwei kardanisch gelagerte Mechanische Resonanz Scanner (s. Abb. 8).
Die Entwicklung geschah unter dem Gesichtspunkt, ein vergleichsweise billiges,
sehr leichtes und hochauflösendes Farbdisplay herzustellen, dass auch klein genug
ist, um es an einem Brillengestell anzubringen. Während das Farbdisplay bisher
nur als Prototyp existiert, ist von der Firma Microvision, Inc., eine monochrome
Variante unter dem Namen Nomad (s. Abb. 9) bereits kommerziell lieferbar.
Das System arbeitet trotz seines kompaktenÄußeren mit einer Auflösung von
800 x 600 Pixeln mit 32 Helligkeitsabstufungen. Aufgrund seines geringen Gewichts
7
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