| |
gruppe der University of North Carolina hat versucht dieses Problem zu lösen, indem
sie die Kameras in das Gehäuse mit eingebaut hat und über mehrere Spiegel so um-
lenkt, dass der Blickwinkel exakt dem des Benutzers entspricht. Abbildung 5 zeigt
die technische Realisierung für ein Auge. Die zweiteilige Videokamera nimmt dabei
das Bild der realen Welt entlang des rot eingezeichneten Strahlengangs auf. Dieser
wird mit den zwei Spiegeln exakt auf den Strahlengang abgebildet wird, den das
Bild in das Auge des Betrachters nehmen würde. Dieser sieht das projizierte Bild
auf dem LC-Display, das durch eine eingebaute Optik weiter vom menschlichen Auge
entfernt scheint.
Abbildung 5: Technische Realisierung des Strahlengangs in einem VST der Univer-
sity of North Carolina [4].
Video-see-through-Displays eignen sich durch ihre Entkoppelung von der realen
Welt neben dem Einsatz in der Erweiterten Realität besonders zur Simulation und
wird z.B. von Sony auch im Entertainment-Sektor eingesetzt.
Abbildung 6 zeigt das vom Department of Computer Science der Universität
von North Carolina modifizierte HMD Glasstron der Firma Sony, das zwar nicht
über oben genannte Eigenschaft der übereinanderliegenden optischen Pfade verfügt,
bietet dafür aber wegen der SVGA-Auflösung (800 x 600) eine bessere Bildqualität
und Bilder in Farbe. Am Aluminiumrahmen sind zwei Toshiba IK-SM43H-Miniatur-
Video-Kameras für die stereoskopische Aufnahme der realen Welt und 3 Infrarot-
LEDs für das Tracking angebracht. Die Maße der Kameras betragen lediglich 7 mm
im Durchmesser und 42 mm Länge. Die Tatsache, dass das Grundgerät eine Serien-
anfertigung aus dem Entertainment-Bereich ist, macht es in der Anscha ung sehr
günstig.
Als weiteres VST-Beispiel sei noch das Proview XL35 bzw. XL50 der Firma
Kaiser erwähnt. Es kostet 19.500 und wiegt 1 kg. Das Bild wird in einer Auflösung
von 1024 x 768 Punkten in Farbe projiziert.
6
|  |
|
| |
|
|