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Abbildung 14: Gerendertes 3D-Modell eines Föten im Mutterleib [17].
Aktionsraum gescha en werden. Das ist der Operationszugang, ein Korridor, der
zwischen gesunden Strukturen in die Tiefe bis zum Zielgebiet führt. Um das Antas-
ten von gesunden Strukturen zu minimieren, muss jede Operation geometrisch exakt
geplant und auch möglichst klein gehalten werden. Mit Hilfe der hervorragenden
bildgebenden Diagnostik kann sich der Arzt bereits vor der Operation mit der in-
dividuellen Anatomie des Patienten vertraut machen [18]. Bei der Simulation des
Eingri s (s. Abb. 15) wäre der Einsatz eines Head-Mounted-Displays sinnvoll, da der
Chirurg die Bilder so dreidimensional und intuitiv aus unterschiedlichen Blickwinkel
sehen kann, ohne umständliche Maus- und Tastaturaktionen durchzuführen.
In der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik der Johannes Gutenberg-Uni-
versität Mainz ist ein HMD schon während der Operation im Einsatz. Ursprüng-
lich wurden nur die Bilder der Endoskopkamera damit visualisiert. Mittlerweile
kann der Chirurg auch durch Sprachwahl zwischen den Bildern des Endoskops, der
Operations-Mikroskop-Kamera, und den Bildern von CT, MR und digitaler Angio-
graphie wechseln.
DieÜbertragung der Koordinaten des geplanten Eingri s in die Realität der
Patientenanatomie geschieht heute in der Regel mit einem Rahmensystem. Diesen
Vorgang nennt man Stereotaxie. Die Operationsinstrumente werden dabei mit
diesem Rahmen verbunden. Auf diese Weise kann der Chirurg am Monitor die
Position eines Endoskops oder einer Sonde im Raum, aber auch im Bezug zur Pati-
entenanatomie verfolgen. [18]
Wenn es technisch möglich sein wird, das Verhalten von Weichteilgewebe (z.B.
Hirnmasse) zu modellieren, kann man in Zukunft vielleicht bei Einsatz von HMDs
auf diesen Rahmen verzichten und nur mit dem HMD navigieren. Dies ist jetzt
jedoch noch nicht möglich, da ohne diese Modellierung kein Zusammenhang her-
stellbar ist zwischen der Situation am geschlossenen und der am geö neten Kopf.
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