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Abbildung 13: Seed-Implantation bei Prostatakarzinom [15].
3.6 Endoskopie
Bei endoskopischen Eingri en ist das Hauptproblem die schwierige Auge-Hand-
Koordination, da das Bild auf einem Monitor angezeigt wird, der meist nicht so
platzierbar ist, dass der Arzt gleichzeitig den Monitor und den Endoskop-Kopf im
Blick haben kann, an dem er seine Manipulationen ausführt. Hinzu kommt noch,
dass die Navigation im Körper mit der beschränkten Auflösung des Endoskops, dem
begrenzten Bildbereich und der nur zweidimensionalen Darstellung recht schwierig
ist.
Suthau et al. [16] beschreiben einen Einsatz in der endoskopischen Leberchir-
urgie. Da die Leber mit einem arteriellen und zwei venösen Gefäßbäumen und
dem Gallengang sehr komplex aufgebaut ist, ist eine Veranschaulichung ohne ei-
ne rechnergestützte dreidimensionale Rekonstruktion nur sehr schwer. Während des
Eingri s sind weitere Informationen wie die Lage der Lebersegmente sowie ihrer
Grenzflächen wichtig und es erleichtert dem Chirurg die Arbeit erheblich, wenn
diese Informationen in sein Arbeitsfeld eingeblendet werden können. Weil die ana-
tomischen Gegebenheiten von Patient zu Patient unterschiedlich sind, muss jeder
Eingri individuell geplant werden und auch während der Operation muss das Sys-
tem auf etwaige Deformationen z.B. durch Lageänderungen des Patienten reagieren
und das Modell entsprechend anpassen.
3.7 Neurochirurgie
Da selbst kleinste Verletzungen von Nerven, versorgenden Gefäßen oder Hirnsub-
stanz bereits schwere Folgen für den Patienten haben können, hat die Operations-
planung in der Neurochirurgie einen sehr hohen Stellenwert. Da es im Kopf keine
freien Räume gibt, muss für jede Manipulation, also auch für jede Operation, ein
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