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Technische Realisierungen und medizinische Anwendungen von Head-Mounted-Displays

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ISBN: 3456841809   ISBN: 3456841809   ISBN: 3456841809   ISBN: 3456841809 
 
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3.1 Überwachung von Patienten In vielen Bereichen der Medizin ist es erforderlich ebenso wie etwa bei der Flugüber- wachung wichtige Parameter immer im Blick zu haben. Bei manchen Operationen, aber auch im Rettungsdienst ist es manchmal wichtig wesentliche Vitalparameter (Herzfrequenz, Blutdruck, Sauersto sättigung etc.) des Patienten immer beobachten zu können und dennoch gleichzeitig den Arbeitsbereich seiner Hände überblicken zu können. So ergab eine Studie an der Universitätsklinik Washington [12], bei der Anästhe- sisten mit einem VRD ausgestattet an einem Patienten-Phantom verschiedene Auf- gaben auch unter Notfallbedingungen ausführen mussten, dass diese dem Patienten fast  50  %  mehr  Aufmerksamkeit  zukommen  lassen  und  ihre  Ausführungszeit  für einzelne Aufgaben um 29 % verringern konnten. 3.2   Augenheilkunde Insbesondere Virtual Retinal Displays eignen sich sehr gut, um Patienten mit Seh- schwächen und -schäden zu helfen. Vor allem Lesen und Fernsehen, aber auch Ori- entierung  oder  andere  Dinge  des  täglichen  Lebens  sollen  damit  erleichtert  werden. Im  Vergleich  zu  herkömmlichen  Sehhilfen  liegt  der  Vorteil  der  VRDs  darin,  dass sie direkt an der Retina angreifen und wesentlich heller sind als Brillen, Lupen und Videovergrößerer.  So  schildern  Erik  Viirre  et  al.  in  [7],  dass  Patienten  mit  einer Hornhautverkrümmung VRD-Bilder schärfer sahen als mit allen anderen Sehhilfen und  Sehbedingungen.  Selbst  Versuchspersonen  ohne  Sehschäden  sahen  die  Bilder genauso scharf oder schärfer als auf Papier oder einem Röhrenmonitor. 3.3   Punktion und Biopsie Bei einer Punktion bzw. Biopsie führt der Arzt eine (Hohl-)Nadel in das Körperin- nere  ein,  um  eine  Gewebeprobe  zu  entnehmen.  Dies  geschieht  traditionell  unter Ultraschall-, CT- oder Röntgenkontrolle, mitunter auch durch Tasten. Das Schwie- rige  dabei  ist  oft  weniger  das  Lokalisieren  des  zu  punktierenden  Gewebes,  als  viel- mehr  den  Weg  dorthin  zu  finden  und  auf  diesem  so  wenig  Gewebe  wie  möglich  zu schädigen. Mit Hilfe der bildgebenden Verfahren ist es rechnergestützt relativ leicht ein gu- tes dreidimensionales Modell des zu punktierenden Gewebes zu erstellen und dieses während des Eingri s in einem HMD darzustellen, so dass der Arzt in den Patien- ten  “hineinsehen”  (s.  Abb.  12)  kann,  ohne  den  entsprechenden  Bereich  von  außen zugänglich gemacht zu haben. Die Forscher am “Department of Computer Science” der  Universität  von  North  Carolina  beschreiben  ein  solches  Verfahren  unter  Zuhil- fenahme  von  Ultraschall  zum  Tracken  der  Nadel  [13].  Dass  dieses  Verfahren  seine Berechtigung hat, belegt die dortige Studie [14]: Die mittlere Abweichung am Phan- tom lag dabei unter Einsatz der Erweiterten Realität mit HMD lediglich bei 1,62 mm gegenüber 2,48 mm ohne AR. 12
  
Grundwissen Epidemiologie, medizinische Biometrie und medizinische Informatik. Querschnittsbereich 1
von Thomas L. Diepgen (Hrsg.)
Siehe auch:
Gesundheitsdaten verstehen
Einführung in die Epidemiologie
Anamnese und Untersuchung
Statistik verstehen: Eine Gebrauchsanweisung
Berchtold Chirurgie mit Student: StudentConsult
Intensivkurs Pädiatrie mit StudentConsul...
 
   
 
     
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